Perfectonica
Perfectonica

Perfectonica ist ein Projekt von Gleichgesinnten, Freunden und Kollegen der Alten Musik. Die Klangwelt der Barockmusik ist die Leidenschaft, die uns verbindet. Wir glauben an die Perfektion ihrer Formen, an das Hinreißen ihrer Harmonien, an die Magie ihrer Rhythmen. Aus eigener Erfahrung haben wir ihre machtvolle Wirkung erspürt und wollen immer mehr Menschen diese Schönheit offenbaren.

Authentisches Lesen und Vermitteln der Barockmusik erfordert besondere Instrumente, wie Cembalo, Traversflöte, Viola da Gamba, Barockvarianten der gewöhnlichen Streicher. Auf den ersten Blick, sehen diese Instrumente zwar ähnlich aus, doch gibt es erhebliche strukturelle Unterschiede (vor allem bedingt durch die Darmsaiten), die ein anderes Klangbild erschaffen. Das veränderte Instrumentarium erfordert auch eine ganz andere Denk- und Spielweise. Wenn wir diese Musik entsprechend vermitteln wollen, wollen wir sie so spielen, wie man sie damals gespielt hat.

"Was ist Barock? Ich weiß es nicht!"

So begann ein improvisierter Vortrag eines der meist berühmten und anerkannten Kunstwissenschaftler, Fachspezialisten der Musikwissenschaft der Zeit, die jetzt als Barock bezeichnet wird. Dieser Vortrag fand an einem heißen toskanischen Abend nach dem Essen und einem Glas Wein statt, sodass die besondere Stimmung und die Umstände es ermöglichten, über die Präzision der Begriffe zu philosophieren. Dabei wir, Musiker, die sich auf die Alte Musik spezialisieren, sollen uns von der Unklarheit und Mehrdeutigkeit der Definitionen in Richtung der Feststellung mehr deutlichen Eigenschaften von dem, was uns so wichtig ist, fortbewegen.

Was unterscheidet denn die Barockmusik von der übrigen „klassischen“ Musik? Warum glauben wir, dass in der Musik der Zeitraum von ca. 1600 bis ca. 1700 sind die immense Geistkraft und die besondere, einzigartige Schönheit enthalten? Warum meinen wir, dass diese Schönheit und diese Kraft jedem zugänglich sind, der Sinn für Schönheit hat und Sehnsucht, das Schöne zu begreifen, hat?

Diese Fragen versuchen wir mit unseren Konzerte durch die Musik zu beantworten. Wir sind ein Trio aus Bremen und ein französisches Cembalo von Bruce Kennedy aus der Sammlung der Piccola Accademia di Montisi. Außerdem begrüßen wir ganz herzlich unsere Gastmusiker.

Konzertreihe in der Erlöserkirche

Schwachhauser Heerstr. 179, Bremen

Samstag, 12. Mai 2018

Ketil Haugsand

Professor Emeritus für Cembalo an der Hochschule für Musik Köln

Louis Marchand
Jean-Philippe Rameau
Antoine Forqueray
Johann Sebastian Bach

Beginn um 18:00, Einlass ab 17:30
Eintritt frei

Samstag, 05. Mai 2018

Die Helden der Geige

Evgeny Sviridov – Barockgeige, Davit Melkonyan – Barockcello, Stanislav Gres – Cembalo

Francesco Geminiani
Pietro Locatelli
Francesco Maria Veracini

Beginn um 18:00, Einlass ab 17:30
Eintritt frei

Samstag, 28. April 2018

Vögel / Birds / Oiseau

Carly Power – Sopran, Victoria Kuriloff, Marika Oyama – Traversflöten, Katja Kuzminykh – Viola da Gamba, Stanislav Gres – Cembalo

Georg Friedrich Händel
Michel Corrette
François Couperin
Jean-Philippe Rameau
William Byrd
Julie Pinel
C.P.E.Bach

Beginn um 19:00, Einlass ab 18:45
Eintritt frei

Samstag, 31. März 2018

BASSO OSTINATO
Variationswerke aus der Barockzeit - Passacaglia, Chaconne, Folia

Stanislav Gres spielt das zweimanualige französische Cembalo aus der Sammlung der Piccola Accademia di Montisi, gebaut von Bruce Kennedy nach Modellen des 18. Jahrhunderts.

Im Programm stehen die Werke von:
Johann Caspar von Kerll
Alessandro Scarlatti
Georg Muffat
Louis Couperin
Antoine Forqueray
Johann Sebastian Bach

Beginn um 19:00, Einlass ab 18:30
Eintritt frei

11. März 2018, Sonntag, 20:00

"Frühlingskinder"
Musik von Händel, Vivaldi, J.S. und C.P.E. Bach

Am 11 März 2018 um 20 Uhr veranstalten wir eine „Geburtstagsparty“ der weltberühmten Frühlingskinder der Barockzeit: Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach, die in verschiedenen Städten Europas in verschiedenen Jahren im März geboren sind. Da wir an diese prominenten Persönlichkeiten immer noch dank ihrer genialen Musik erinnern, gestalten wir ihre Geburtstagsparty nicht nur mit Weintrinken, sondern spielen auch an diesem Abend ihre Musik auf historischen Instrumenten aus ihrer Zeit - Traversflöte, Viola da Gamba und einem hochkarätigen Cembalo aus der Sammlung von Piccola Academia di Montisi (Bruce Kennedy).

Katja Kuzminykh - Viola da Gamba
Victoria Kuriloff - Traversflöte
Stanislav Gres - Cembalo

Beginn um 20:00 , Einlass ab 19:40
Eintritt frei

10. Februar 2018, Samstag, 19:00

"...Übers Lob erhoben..."
Schätze der Kammermusik von Georg Philipp Telemann

Sevastiana Leonova - Barockvioline
Katja Kuzminykh - Viola da Gamba
Victoria Kuriloff - Traversflöte
Stanislav Gres - Cembalo

"...Ein Lully wird gerühmt,
Corelli lässt sich loben,
nur Telemann allein
ist übers Lob erhoben..."
- schrieb ein bedeutender Hamburger Musikschriftsteller, Komponist und Mäzenat Johann Matthesohn.

Im Ausklang des gerade vergangenen Telemann-Jahres stellen wir Georg Philipps beste Kammermusikwerke in unterschiedlichen Besetzungen vor - von Solo bis Quartett. Besinnliche Fantasien für Soloinstrumente, witzige Triosonaten, atemberaubender "Pariser Quartett" bilden ein abwechslungsreiches Konzertprogramm. Historische Instrumente sorgen für echten Klangfarben aus Telemanns Zeit.

Beginn um 19:00, Einlass ab 18:30
Eintritt frei

Samstag, 27. Januar 2018

...WIR TREFFEN UNS BEI MUSIK...
Duos für Gamben und Traversflöten

Idan Levi, Victoria Kuriloff - Traversflöten
Claas Harders, Katja Kuzminykh - Viola da Gamba
Stanislav Gres - Cembalo

Am Samstag, den 27. Januar findet das 4. Konzert der Konzertreihe „Perfectonica“ in der Erlöserkirche statt. An diesem Abend geht es um ausgesuchte Duos und Trios. Die MusikerInnen präsentieren virtuose Musikstücke aus der Barockzeit, die für "Zwillingsinstrumente" komponiert wurden. Damals wurden solche Instrumente und auch die für sie komponierte Musik ausschließlich an Adelshöfen gespielt. Es wird der tiefe gefühlvolle Klang zweier französischen Gamben dem himmlischen Zusammenklang der barocken Traversflöten gegenübergestellt, was den Zuhörern ein Hörerlebnis vom Hof des Sonnenkönigs ermöglicht.
Als Gäste musizieren diesmal der Bremer Gambist und Gambendozent Claas Harders und der charismatische Soloflötist des Lüneburger Theaters Idan Levi mit. Selbstverständlich kommt unser exklusives Cembalo aus der Sammlung Piccola Academia di Montisi, vom weltberühmten Bruce Kennedy gebaut, auch ins Spiel und ermöglicht so die Aufführung von wunderschönen Triosonaten, einer der damals beliebtesten Gattungen und daher ein exklusives Zeichen der Stilepoche.
Es spielen auf historischen Instrumenten Studierende und Absolventen der Akademie für Alte Musik Bremen und der HfK Bremen sowie der Hochschule für Musik und Theater Stuttgart. Nach dem Konzert gibt es die Möglichkeit, sich mit den Musikern bei einem Glas Wein im Gemeinderaum der Kirche über die gehörte Musik auszutauschen.

Im Programm des Abends stehen Werke von:
Marin Marais
Monsieur de Sainte-Colombe
Carl Heinrich Graun
Wilhelm Friedemann Bach

Beginn um 19:00, Einlass ab 18:30
Eintritt frei

Samstag, 6. Januar 2018

DAS FASZINIERENDE CEMBALO
Virtuose Musik aus der Barockzeit

Stanislav Gres spielt das zweimanualige französische Cembalo aus der Sammlung der Piccola Accademia di Montisi, gebaut von Bruce Kennedy nach Modellen des 18. Jahrhunderts.

Das Cembalo wird manchmal als der Großvater des modernen Flügels bezeichnet. Dieser Vergleich allein verrät uns aber nichts über das Cembalo selbst. Denn die einzige Verwandtschaft dieser Instrumente besteht darin, dass sie beide über Tasten und Saiten verfügen. Ansonsten sind sie grundverschieden. Der Klang des Cembalos ist äußerst reich an Obertönen. Seine Funktion in der Ensemblemusik ist es, die melodischen Linien der anderen Instrumente harmonisch auszufüllen und mit seinem eigentümlichen Resonanzschleier umzuhüllen. Aber in der Barockzeit herrschte Cembalo auf der Konzertbühne als Soloinstrument. Das goldene Timbre des Cembalos variiert in jedem Bereich. Die besten Exemplare faszinieren mit ihrem mehrfarbig singenden Klang – wie ein Sonnenstrahl durchdringt er das Klanggewebe und verleiht der Musik einen Adel und einen einzigartigen Geschmack.

Im Konzert klingt das historisch französische Cembalo aus der italienischen Werkstatt des berühmten Cembalomeisters Bruce Kennedy. Mit dem Reichtum seiner Klangpalette inspiriert es immer, nach der unendlichen Vielfalt in der Welt der musikalischen Sprache und klingenden barocken Gesten zu suchen, und die Verfeinerung seiner Einrichtung im Stil der Chinoiserie des 18. Jahrhunderts stimmt uns auf seine erhaben harmonische Art ein.

Im Programm stehen die Werke von:
Antonio Valente
William Byrd
Louis und François Couperin
Jacques Duphly
Claude Balbastre
Jean-Philippe Rameau
Joseph-Nicolas-Pancrace Royer
Johann Sebastian Bach

Beginn um 19:00, Einlass ab 18:30
Eintritt frei

Samstag, 23. Dezember 2017

AUF DER SUCHE NACH LICHT
…am dunkelsten Tag des Jahres...

Beginn um 18:00, Einlass ab 17:30
Eintritt frei

Die klaren Harmonien der Barockmusik verschaffen die Klarheit in dunkler und verwirrter kalter Zeit.
Wir wollen eine musikalische Forschung durchführen, wie kann man von dunklen Gedanken und Laune nach der Licht der Freude zurück kommen.

Georg Philipp Telemann
Johann Christoph Pepusch
Johann Adolph Hasse
Johann Sebastian Bach
Henry Purcell
u.a.m.

Samstag, 25. November 2017

ERÖFFNUNGSKONZERT „Was ist Barock?“

Beginn um 19:00, Einlass ab 18:30
Eintritt frei

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Ouverture aus der Partita Nr. 4 D-dur
Andante aus der Sonate für Traversflöte und Basso continuo e-moll
Adagio und Allegro aus der Sonate für Viola da gamba und Cembalo D-dur

Johann Jacob Froberger (1616-1667)
Toccata a-moll

Carl Friedrich Abel (1723-1787)
Arpeggiata d-moll

Johann Caspar Kerll (1627-1693)
Passacaglia d-moll

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Fantasie für Traversflöte A-dur

Marin Marais (1656-1728)
Prelude, Caprice und Allemande für Viola da gamba und Basso continuo G-dur

Jean-Marie Leclair (1697-1764)
"Sonata à Trois, avec un Violon ou Flûte Allemande, une Viele et Clavesin":
Adagio – Allegro – Sarabanda – Allegro assai

Francois Couperin (1668-1733)
Prelude A-dur aus "L'Art de toucher le clavecin"

Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
"La Timide" und "La Tamburin" aus den "Pieces de clavecin en concerts"

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